BEn - Regionale Nachrichten aus der Emscher-Lippe-Region
3. Netzwerktreffen im Projekt BEn
Partner: WiN Emscher-Lippe GmbH
Veranstaltung: 3. Netzwerktreffen in der Emscher-Lippe-Region
Datum: 26. Mai 2011
Ort: Anwenderzentrum H2 Herten, Herten
Anzahl der Teilnehmer: 15
Zu bemerken ist, dass 9 Teilnehmer der Veranstaltung bereits beim ersten und zweiten Netzwerktreffen anwesend waren und bei dem jetzigen Treffen 6 neue Teilnehmer begrüßt werden konnten.
Trotz der hohen Zahl der Einladungen ca. 180 Personen, konnte nur eine recht geringe Anzahl von Teilnehmern verzeichnet werden. Das ist darauf zurückzuführen, dass das Projektteam BEn in vielen Einzelinterviews und Einzelberatungen Netzwerkarbeit geleistet hat. Dies ist ein besonderes Merkmal in unserer Region: Da das Thema „Energetische Nutzung von Biomasse“ so speziell und so vielfältig ist, hat das Projektteam weniger grundsätzliche Beratungen, sondern eher spezielle Beratungen zu den Themen Genehmigungsplanung, Grundsatz- und Basisauslegung, Nutzung spezieller Stoffströme zu behandeln.
Ergebnisse:
Im ersten Tagesordnungspunkt berichtete Herr Fritsch über die Ausgangslagen, die energetische Situation sowie die zu verfolgenden Ziele in den Partnerländern. Die Präsentation wurde positiv aufgenommen. Während der Präsentation konnten spezielle Fragen zu den Situationen in den Partnerländern beantwortet werden und so die Informationen vertieft werden. Insbesondere wurde die Übersicht der Energieerzeugung in der Emscher-Lippe-Region diskutiert. Die Gegenüberstellung des theoretischen Potentials an Biomasse gegenüber der benötigten Nutzenergie in den Haushalten der Emscher-Lippe-Region löste folgende Fragen und Diskussion aus:
- Wie hoch ist das tatsächlich verfügbare Biomassepotential in der Region?
- Welchen Sinn macht die Angabe des theoretischen Potentials?
Antworten bzw. Ergebnis der Diskussion:
Die Angabe des theoretischen Potentials soll eine Anregung schaffen zur Initiierung weiterer Projekte. Genaue Angaben über das tatsächlich verfügbare Biomassepotential können deshalb nur schwer gemacht werden, weil ein reger Import und Export in und aus der Emscher-Lippe-Region stattfindet. Angrenzende Regionen bieten weitere Potentiale und auch Wärmesenken, so dass der Blick auf die Emscher-Lippe-Region alleine nicht aussagekräftig ist. Es können nur Schätzungen abgegeben werden über die verfügbaren Potentiale und auch eine Klassifizierung, aber nur zu Nischenpotentialen wie Straßenbegleitgrün oder Umlenkung von Stoffströmen zur optimalen energetischen Nutzung.
Die Vorgehensweise zur Beschaffung von Biomasse für ein konkretes Projekt hat Herr Fritsch wie folgt skizziert:
Sofern die Basisauslegungen sowie die grundsätzlichen Genehmigungsplanungen für ein Projekt abgeschlossen sind, kann und muss der Unternehmer an den Markt gehen und die aktuellen einzusetzenden Biomassen akquirieren. Dies schließt natürlich auch die Preisabfrage mit einer langfristigen nachhaltigen Liefersicherheit ein. Dies sollte jedoch schon parallel zur Anlagenplanung sowie zur Genehmigungsplanung vorgenommen werden, da die Ergebnisse aus diesen Erhebungen maßgeblich am wirtschaftlichen Erfolg und an der Genehmigungsfähigkeit der Anlage teilhaben.
Im nächsten Tagesordnungspunkt: „Vorstellung der Website und Vorstellung des Bioenergiekatasters sowie auch des ähnlich gestalteten Energieatlasses des Kreises Recklinghausen“ wurden Details zur Anwendung und auch zur Informationstiefe diskutiert.
Der nächste Tagesordnungspunkt beinhaltete die Vorstellung des Entwurfes des Masterplanes für die Emscher-Lippe-Region. Die Präsentation wurde von Herrn Carsten Elkmann, Bioenergiemanager der Emscher-Lippe-Region – geleistet. Die wesentlichen Ziele, die der Masterplan vorgab, wurden positiv aufgenommen. Die Bestätigung der ausgearbeiteten und präsentierten Zielrichtung wurde von den Teilnehmern positiv hervorgehoben.
Nächste Arbeitsschritte:
Zur Vervollständigung des Masterplanes sollen folgende Ziele definiert werden:
- Spezifizierung der tatsächlich zu nutzenden Biomassepotentiale
- Spezifizierung der Aktionen die zur nachhaltigen ganzheitlichen Nutzung der Biomassepotentiale der Region erforderlich sind.
- Verbesserung der interregionalen Zusammenarbeit
- Aufschluss von neuen Energiesenken
- Effizienzsteigerung von Bestandsanlagen
- Gründung einer Arbeitsplattform zur Mobilisierung und Aufbereitung von Landschafts-Pflege-Material
- Implementierung neuer Ideen (z. B. Alternative Anbaumethoden bei Energiepflanzen)
- Aufschluss und Bewertung von Brachflächen zur bioenergetischen Zwischennutzung durch die Kommunen
Energieatlas gibt Auskunft über "Erneuerbare" in der Emscher-Lippe-Region
Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde heute offiziell der neue Energieatlas vorgestellt. „Mit dem Energieatlas kann man auf einen Klick die vielfältigen Potenziale der erneuerbaren Energien in der Emscher-Lippe-Region entdecken“, darin sind sich der Landrat des Kreises Recklinghausen, Cay Süberkrüb, der Oberbürgermeister der Stadt Bottrop, Bernd Tischler, und der Klimaschutz- und Solarbeauftragte der Stadt Gelsenkirchen, Armin Hardes, einig. Unter www.energieatlas.org werden u.a. auch Unternehmen & Anlagen sowie Leistungsdaten & Projekte aus dem Biomassesektor eingepflegt und vorgestellt.
2. Netzwerktreffen der Bioenergiemanager aus Nordrhein-Westfalen in Datteln
Das Ziel für die Bioenergienutzung in der Emscher-Lippe-Region wird mit 535 GWh pro Jahr bis zum Jahr 2020 beziffert. Das ist knapp die Hälfte des durch Studien belegten theoretischen Flächenpotenzials. Dass nicht mehr Energie aus der verfügbaren Biomasse erzeugt werden soll begründet der Bioenergiemanager Carsten Elkmann im Rahmen des 2. Netzwerktreffens der Bioenergiemanager aus Nordrhein-Westfalen in Datteln mit den vielfältigen Einflüssen und Interessenslagen in der Region. Zur vollständigen Pressemitteilung (pdf 313KB).
Neuer Bioenergiemanager für die Emscher-Lippe-Region
Der Kreis Recklinghausen ist einer von sechs Pilotkreisen in NRW, in denen zur Umsetzung des Biomasseaktionsplans ein Bioenergiemanager eingesetzt wird. Die Stelle des Bioenergiemanagers wird durch das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) gefördert. Der Bioenergiemanager des Kreises Recklinghausen, Diplom-Ingenieur Carsten Elkmann, will in der Emscher-Lippe-Region das Netzwerk regionaler Akteure ausbauen, bestehende Biomassenutzung optimieren und weitere Biomassepotenziale erschließen. Bei der Vorstellung des Bioenergiemanagers in der ersten Sitzung des Kreisausschusses für Wirtschafts- und Strukturpolitik konnte Carsten Elkmann bereits von ersten Projekten unter seiner Beteiligung berichten. Zur vollständigen Pressemitteilung (pdf 30KB).
„Biomasseaktionsplan NRW“ vorgestellt
Nordrhein-Westfalen setzt sich neue Ziele beim Ausbau der Bioenergie. Umweltminister Eckard Uhlenberg, Wirtschaftsministerin Christa Thoben, der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes Franz-Josef Möllers sowie Markus Schmidt vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft Landesgruppe NRW haben Anfang der Woche den neuen Biomasseaktionsplan vorgestellt. Die Landesregierung will die Strom- und Wärmeproduktion aus Biomasse bis zum Jahr 2020 von knapp 9 Milliarden Kilowattstunden auf fast 18 Milliarden Kilowattstunden verdoppeln. Damit können 20 Prozent des Strombedarfs und 10 Prozent des Wärmebedarfs der Privathaushalte Nordrhein-Westfalens abgedeckt werden...mehr
Mehr Energie aus Biomasse
Rund 50 Vertreter von Unternehmen, Hochschulen, Kommunen und Forschungseinrichtungen nahmen am ersten regionalen Netzwerktreffen im Haus Vogelsang in Datteln teil. Bei der Auftaktveranstaltung wurde vor allem auf die stärkere Einbeziehung der Kommunen in der Emscher-Lippe-Region Wert gelegt. Durch die Verwendung von Biomasse als Energieträger biete sich insbesondere den Kommunen die Möglichkeit, ihre nachhaltige Energieversorgung zu sichern. In der Region könnten rund 18% der notwendigen Energie durch den Einsatz von Biomasse gewonnen werden. Zur vollständigen Pressemitteilung.
BEn auf dem Fachkongress Zukunftsenergien
Projektleiter Günter Fritsch stellt BEn am 10.2 auf dem 13. Fachkongress Zukunftsenergien der EnergieAgentur.NRW auf der Energiefachmesse E-world energy & water 2009 in Essen vor. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
"BEn" kommt in die Emscher-Lippe-Region
Die Emscher-Lippe-Region ist erneut Partner in einem bedeutenden europäischen Energieprojekt. Zum Start von „BEn“ trafen sich gestern und heute die europäischen Partner zu einer ersten zweitägigen Arbeitssitzung in Oberhausen. Zur vollständigen Pressemitteilung.












