Informationen über die Region Umbrien

Umbrien ist eine von 20 italienischen Regionen und landesweit die einzige Halbinsel im Binnenland. Das Gebiet ist zu 71% hügelig und im übrigen Teil sogar gebirgig.

Die Region ist wasserreich. So erstreckt sich der Tiber, der drittlängste Fluss Italiens, samt seiner zahlreichen Nebenflüsse von Norden nach Süden. Ebenfalls im Süden fließt die Nera. Einer ihrer Nebenflüsse, der Velino, speist die Marmore-Wasserfälle, die mit 169 Metern die höchsten in ganz Europa sind. Der Trasimenische See befindet sich ebenfalls vollständig innerhalb der Region Umbrien, er ist der viertgrößte See Italiens.
 
Die Region Umbrien besteht aus den Provinzen Perugia und Terni, wobei die Stadt Perugia sowohl Regions- als auch Provinzhauptstadt ist, während sich die Stadt Terni lediglich die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Terni nennen darf. Weitere wichtige Städte sind Foligno Città di Castello, Gubbio, Spoleto und Assisi. Die Region umfasst eine Fläche von 8,456 km2 und hat etwa 900.000 Einwohner, wovon 43% in den städtischen und 57% in den ländlichen Gebieten leben.

Die Wirtschaft wurde in den letzten Jahren durch den Aufschwung der Industrie gekennzeichnet, die sich in Konkurrenz zur Landwirtschaft befindet. In letzterer werden vornehmlich Oliven, Wein und Tabak angebaut, wobei sich die Viehhaltung auf die Zucht von Schweinen und Rindern konzentriert. Ein landestypisches Produkt ist der Trüffel, der vor allem in der Gegend von Norcia wächst und von ausgezeichneter Qualität ist. Die Industrie konzentriert sich auf die Städte Perugia und Terni. Die dominierenden Branchen sind die Wasserkraftwerke, die Stahlproduktion, der Maschinenbau, die Chemie- und Textilindustrie, die Lebensmittelwirtschaft und das Verlagswesen. Der Tourismus blüht ebenfalls, dank der bedeutenden historischen und künstlerischen Sehenswürdigkeiten, wie beispielsweise in Assisi oder Orvieto.

Bezüglich der Energiegewinnung wird in der Region Umbrien weniger als 5% des regionalen Verbrauchs aus Biomasse gewonnen. Eine Untersuchung ergab, dass sie bis zu 25% des Energiebedarfs decken könnte, wenn man folgende Zahlen für die Nutzung von ca. 150.000 ha zu Grunde legt: 70 MW elektrischer Leistung, 500 MWt Wärme, 0,6 Mtep/Jahr für Biokraftstoffe.

Das BEn-Projekt und das regionale Energie-Register gehen einher mit regionalen und nationalen Anstrengungen zur besseren Förderung alternativer Energien.

Die Region Umbrien hat auf regionaler Ebene einen Energie-Plan (PER) beschlossen, der zum Ziel hat, die Nutzung alternativer Energien deutlich zu steigern. Es zeigt sich allerdings eine gewisse Skepsis, die durch den Mangel einer wirksamen Informationspolitik für die klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) zustande kommt. Entsprechende Maßnahmen sollten darüber aufklären, dass die Nutzung der neuesten Technologien im Einklang mit den territorialen Gegebenheiten stehen.

Weitere Leitlinien kommen vom regionalen PSR (Plan zur Entwicklung des ländlichen Raums) für die Jahre 2007-2013. Dieser Plan fördert die ländlichen KMUs mit Investitionen zur Energieerzeugung. In diesem Zusammenhang leistet die Energiegewinnung aus Biomasse einen innovativen Beitrag zur Diversifizierung der Landwirtschaft durch die Multifunktionalität der KMUs, wodurch eine nachhaltige Entwicklung angeschoben wird. Die wichtigsten Parameter zur Erreichung eines geeigneten Erfolgs bei der Nutzung erneuerbarer Energiequellen in der Region Umbrien sind: die Beteiligung von KMUs, die zu erzielenden Einnahmen, die Rohstoffe und die sonstigen Kosten sowie die Einbeziehung aller verfügbarer Technologien.